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Woche der Goldhandys vom 19. bis 27. Juni

©Missio

80 Prozent der Deutschen haben mindestens ein ungenutztes Handy zu Hause. Insgesamt sind es über 124 Millionen alter Mobiltelefone, die in Deutschlands Schubladen verstauben – dabei sind sie im wahrsten Sinne des Wortes noch Gold wert. Insgesamt kommen über 60 verschiedene Rohstoffe in unseren täglichen Begleitern zusammen. Viele davon können auch nach dem Ende des Gebrauchs extrahiert und wiederverwendet werden. Der wirtschaftliche und ökologische Grund, warum das alte Handy recycelt werden sollte, ist schnell einleuchtend.

Doch in der „Woche der Goldhandys“ wird deutlich, dass es um weitaus mehr geht. Seit 2012 setzt sich die Aktion Schutzengel des Katholischen Hilfswerks Missio für die verheerende Situation von Familien in der Demokratischen Republik Kongo ein, die seit Jahrzehnten unter gewaltsamen Konflikten um die Rohstoffe des Landes leiden. Schätzungsweise ein Drittel des weltweit eingesetzten Coltans kommt aus der DR Kongo und spielt eine zentrale Rolle in der Herstellung unserer Handys wie eingangs beschrieben. Insbesondere im Osten des Landes entzünden sich die Auseinandersetzungen immer wieder am Coltanabbau, doch auch andere Bodenschätze wie Kupfer und Zinn bergen Konfliktpotenzial.

Durch die Wiederverwertung unserer alten Handys werden folglich auch weniger Rohstoffe z.B. in der DR Kongo nachgefragt und die Konflikte nicht weiter beschleunigt. Als zweite Komponente der Aktion Schutzengel baut Missio durch den Erlös Trauma-Zentren für die Opfer des Konflikts vor Ort auf.

Mit Ihrer Handyspende im Weltladen oder einer anderen teilnehmenden Annahmestelle können Sie das Projekt nicht nur in der Woche der Goldhandys, sondern das ganze Jahr über unterstützen. Weitere Informationen finden Sie außerdem direkt auf der Projektseite von Missio.

Sie möchten noch mehr zum sozio-ökologischen Fußabdruck unserer Mobiltelefone erfahren? Hier geht’s zu unserem Vortrag „Umwelt(un)gerechtigkeit in globalen Lieferketten – wie fair sind unsere Smartphones?“ mit Dominique Eckstein.

Weltladentag am 8. Mai: Die Welt braucht einen Tapetenwechsel. Gestalte ihn mit!

©Weltladen Dachverband

Die Wirtschafts- und Finanzkrise haben es gezeigt, ebenso wie die Covid-19-Pandemie und der Klimawandel: Unsere Art zu leben und zu wirtschaften ist nicht zukunftsfähig. „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel. Gestalte ihn mit!“ – Unter diesem Motto lädt der Weltladen Dachverband in diesem Jahr dazu ein, dass jeder einzelne von uns das eigene Handeln überdenkt und neu gestaltet – sei es in Konsumentscheidungen, dem gesellschaftlichen Miteinander oder dem privaten Engagement. Die gute Nachricht ist: Wandel ist möglich.

Zivilgesellschaftliche Organisationen wie der Weltladen können eine wichtige Rolle in diesem Prozess der sozialökologischen Transformation dadurch einnehmen, da sie Diskussionsraum schaffen und neue Werte in die Gesellschaft bringen können.

Wir sind zudem davon überzeugt, dass einige der Grundprinzipien des Fairen Handels unabdingbare Bausteine sind, die diesen Wandel antreiben können und tragen müssen.

Am 8. Mai, dem deutschlandweiten Weltladentag, werden wir vor dem Weltladen im Rahmen der Aktion #GönnDirWandel Impulse aushängen, die Passant:innen konkrete Handlungsbeispiele und Reflektionsfragen bieten, wie sie im eigenen Alltag zu mehr Nachhaltigkeit, Solidarität, Gleichberechtigung, Respekt, Transparenz und Dialog beitragen können.

Kommen Sie gerne auch im Weltladen vorbei, lassen Sie sich vom thematischen Schaufenster inspirieren und erfahren Sie mehr dazu, wie Sie sich bei uns direkt engagieren können.

Lesetipp: Bereits im September 2020 veröffentlichte ein Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen ein Positionspapier mit dem Titel “Build Back Fairer”- Wirtschaftliche Erholung gerecht gestalten.

Bericht Schoko-Workshop VHS Lich am 13.-15.10.2017

Die Bildungsgruppe des Weltladens Gießen hat zusammen mit der VHS in Lich, der Ev. Stiftung Arnsburg und dem Landkreis Gießen einen Workshop zum Thema „Alle lieben Schokolade!?“ auf die Beine gestellt, woran sich am Wochenende vom 13.-15.10.2017 mit viel Einsatz und Interesse 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren beteiligt haben. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem „langen“ Weg der Schokolade. Hier ging es speziell um den Vergleich von Fair-Trade und konventioneller Schokolade, der fairen Schokoladenherstellung, den oft schwierigen Arbeitsbedingungen vor Ort sowie dem Problemfeld der Kinderarbeit. Dabei tauchten die Teilnehmer*innen durch vielseitige Rollenspiele und visuelle Beispiele in die Welt der Schokolade ein und erlangten einen differenzierten Blick auf dieses komplexe Themenfeld. Der Besuch der Gruppe im Schokoladenmuseum in Köln sowie die eigene Herstellung von „Azteken“-Trinkschokolade rundeten das Wochenende ab und ließen viel Raum für interaktives Erleben. Alles in Allem war es ein gelungener Workshop und wir freuen uns schon sehr auf eine Wiederholung!

 

Autorenlesung “Anleitung zum Schwarz sein” | 7.6.2017 um 18:30 Uhr

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Zu unserer noch laufenden Veranstaltungsreihe und der Ausstellung “Bloß weg von hier”, die im Freiwilligenzentrum noch bis zum 15. Juni gezeigt, gesellt sich ein neuer spannender Termin. Zusammen mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen und weiteren Kooperationspartnern, bieten wir am Mittwoch, den 7. Juni 2017, eine Autorenlesung von Anne Chebu zu ihrem Buch “Anleitung zum Schwarz sein” an. Hier geht es zu einem Interview mit der Autorin.