„Fair“ spielen heißt mehr als nur teilen

logo_fair_spielt_2Wir erziehen unsere Kinder, fair miteinander umzugehen, Spielzeug abzugeben und Gummibärchen zu teilen. Selbstverständlich. Aber geht es bei der Herstellung der Stofftiere und Autos, die die Kinderzimmer bevölkern, auch fair zu?
Wie sehen die Arbeitsbedingungen aus und gibt es Alternativen?
Geschätzt 2/3 der Spielwaren bei uns entstehen unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. „Das bedeutet: Spielvergnügen für unsere Kinder auf Kosten jener Menschen, die unser Spielzeug herstellen“, so fair spielt, eine Plattform, die sich für Fairness in der Spielzeugproduktion einsetzt. Besonders, wenn die Produktion für das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren läuft, sind die Arbeitszeiten extrem lang – 12 oder gar 14 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche ohne Ausnahmen. Gesetzliche Mindestlöhne werden unterschritten, Arbeitsschutzbestimmungen verletzt. Meist gibt es keinen Kündigungs- oder Mutterschutz.
Zum Glück gibt es Alternativen. Über den Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielwarenindustrie (ICTI-Kodex) können Unternehmen die Bedingungen in der Herstellung verbessern. Leider gibt es noch kein Siegel, das Spielzeug gemäß dem ICTI-Kodex kennzeichnet. Jedoch gibt es eine Liste der gängigen Hersteller mit Bewertung auf fair-spielt.de.
Generell gilt: Augen auf beim Spielzeugkauf. Lieber nicht zu billig kaufen, dafür weniger. Das unabhängige „spiel gut“-Label ist auch ein guter Hinweis, auf den man achten kann, ebenso das GS-Zeichen. Mit Muße und im Fachhandel einzukaufen, ist zu empfehlen. Auch die Weltläden führen fair gehandeltes Spielzeug.
Und wie sieht es in der Kita aus? Wir informieren interessierte Erzieher*innen, wie faires Spielzeug in die Kitas kommt. Dazu gibt es auch ein Fortbildungsangebot.
In diesem Sinne: Dieses Jahr FAIRschenken!