Mittelhessisches Filmfestival „Globale“ wieder am Start

Das Globale-Filmfestival im Sommer? Das Dokumentarfilmfestival sollte  mit zahlreichen Spielorten von Weilburg bis Marburg eigentlich zum 11. Mal im vergangenen Herbst stattfinden. Nachdem die ehrenamtlichen Aktiven ein Jahr lang mit viel Engagement die Vorbereitung des Festes vorangetrieben hatten, wurden sie kurz vor der Aufführung im vergangenen November durch die Pandemie gestoppt.
Nun ist ein Nachholtermin für die Globale geplant: Vom 18.6. bis 27.6 täglich in Marburg oder Gießen. Und vom 28.6. bis 4.7. mit einem abwechslungsreichen Programm an verschiedenen anderen Spielorten in Mittelhessen.

Wie Manuel Kästner vom Team berichtet, habe man vor, das Festival dieses Mal unbedingt stattfinden zu lassen. Dies sei in jedem Fall über digitale Formate oder Hybrid-Veranstaltungen möglich. Soweit es die Situation erlaube, wolle man Präsenztermine umsetzen, auch wenn es weniger würden als üblich.

Trotz der ganzen Aufmerksamkeit, die sich auf Corona konzentriert: die internationalen Themen und Herausforderungen sind in der Zwischenzeit jedenfalls nicht weniger geworden und bleiben deswegen natürlich Thema bei der Globale. Die Globale regt dazu an, den eigenen Horizont zu erweitern und sich auf eine Auseinandersetzung mit globalen Themen einzulassen –  viele von ihnen betreffen uns früher oder später auch in unserem Leben. Wir können alle aus diesen Filmen lernen.

Ein besonderes Merkmal des Globale-Filmfestivals ist, dass nicht nur außergewöhnliche Filme dem Publikum präsentiert werden, sondern dass im Anschluss in aller Regel kompetente Gesprächspartner*innen zu einem Austausch zur Verfügung stehen und angeregt diskutiert wird.

Die Globale wird am 18. Juni in Marburg mit dem Film „No Gold for Kalsaka“ eröffnet. Der Film zeigt die Auswirkungen des industriellen Goldabbaus auf eine lokale Bevölkerung in Burkina Faso, der zunächst Versprechungen gemacht wurden und letztlich nichts als verseuchte Brunnen und eine Kraterlandschaft geblieben sind. Das wird aber nicht hingenommen, man beginnt sich zu wehren. Der Widerstand einer mutigen Kleinbäuerin in Peru wird auch mit dem Film „Maxima“ gezeigt: Trotz massiver Bedrohungen weigert sie sich beharrlich, ihr Land an eine Firma zu verkaufen, die eine Goldmine expandieren will.

In den Filmen geht es immer wieder um Menschenrechte und die Darstellung verschiedener sozialer Bewegungen. Aber auch Themen wie der Klimawandel, Wasserknappheit, Verteidigung unserer globalen Lebensgrundlagen, Selbstbehauptung, Waffengeschäfte, Kampf um Gendergerechtigkeit in verschiedenen islamischen Staaten und Verteilungsgerechtigkeit haben ihren Platz auf dem diesjährigen Festival.

Die Globale wird diesen Sommer ungewöhnliche Formate aufweisen: Open-Air-Veranstaltungen, Livestreams, Filme „on demand“, Sonntags-Matineen sowie besondere Spielorte. Dabei wird selbstverständlich bei allen Präsenz-Veranstaltungen auf die Hygienevorschriften und Coronaauflagen geachtet. Tagesaktuelle Informationen sind abrufbar unter: www.globalemittelhessen.de. Die Teammitglieder freuen sich sehr auf eine rege Teilnahme an dem Festival und sind gespannt auf die neuen Erfahrungen in dem auch für sie noch ungewohnten Setting.