PM Vortrag zu Wirkung des Fairen Handels am 03.05.2017

„Kaffeeduft und Handel auf Augenhöhe – Vortragsabend von Weltladen und gipanic“

 

Manuel Chavarria und Lydia Koblofsky

Statistisch trinkt jeder Deutsche 150 l Kaffee pro Jahr. Wie der Kaffeeanbau funktioniert, welche Herausforderungen im Anbau zu meistern sind, was der Faire Handel anders macht und wie er wirkt, wissen sicher die wenigsten. Das ist nun für die etwa 50 Zuhörer, die sich am gestrigen Mittwoch in der Evangelischen Studierenden Gemeinde zu einem Vortrag über Kaffee eingefunden haben, anders.

Auf Einladung des Städtepartnerschaftsverein mit Gießen mit San Juan de Sur in Nicaragua gipanic e.V. und des Weltladens berichtete Manuel Chavarria, Mitglied der nicaraguanische Kaffee-Kooperative SOPPEXCCA, in anschaulichen Bildern und Zahlen vom Alltag der Kaffeebauern im Norden Nicaraguas. Besonders die anschließende Fragerunde fand großen Anklang, bis zuletzt herrschte aufmerksame Stille im Raum.

Bereits in ihrem Grußwort hatte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz hervorgehoben, dass nicht nur der „faire Konsum“ im Privaten und an öffentlichen Stellen wichtig sei. Auch die Informationsarbeit, die der Weltladen und gipanic leisteten, spiele eine zentrale Rolle für einen Bewusstseinswandel beim Verbraucher. Frau Grabe-Bolz überbrachte Grüße des Magistrats und erinnerte die Zuhörer daran, dass der Einsatz für den Fairen Handel in unserer Stadt schon viel erreicht habe. Seit 2011 trage Gießen daher auch den Titel Fairtrade-Stadt.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von einer jungen Combo mit frischem Bossa und Co., dazu konnten die Gäste den Gießener Stadtkaffee Justus probieren, der aus den Bohne der SOPPEXCCA hergestellt wird. Vom Verkauf des fair gehandelten Kaffees, der unter anderem im Weltladen erhältlich ist, geht ein Beitrag an gipanic für die Arbeit im Sinne der Städtepartnerschaft mit San Juan del Sur/Nicaragua. Außerdem konnten alle Besucher den frisch gedruckten EinkaufsFAIRführer mitnehmen.

Blick ins Plenum mit OB Frau Dietlind Grabe Bolz
Für gute Unterhaltung sorgte die multikulturelle Gruppe aus Südafrika, Kolumbien und Deutschland mit ihren lateiamerikanischen Rhythmen