CO2-arm aus Nicaragua – Segel-Kaffee

Viele Zeitungen haben schon darüber berichtet, u.a. das Hamburger Abendblatt, Focus und Welt, auch der MDR brachte ein Portrait dieser Kaffee-Besonderheit, den es seit Kurzem auch bei uns zu erstehen gibt.

Was ist besonders? Die weitaus meisten Waren, die wir importieren, werden mit Containerschiffen transportiert. Viele Tonnen Schweröl werden dabei verbrannt, die Arbeitsbedingungen auf den Schiffen sind zum Teil prekär, Müll wird auf hoher See verklappt. Das kleine Leipziger Fair-Handels-Importunternehmen Café Chavalo geht hier andere Wege. Darum führt Gründer Jens Klein 5 Tonnen seiner insgesamt vermarkteten 20 Tonnen nicaraguanischem Rohkaffee in Bio-Qualität mit dem Fracht-Segler Avontuur ein. Es gehe darum, für die ökologischen Folgen der Containerschifffahrt zu sensibilisieren, sagt Klein. Denn Kaffeebohnen, die per Segler nach Hamburg kommen, stoßen 90 % weniger CO2 aus als ein Containerschiff.

Für den Weltladen Gießen ein tolles Projekt. Denn wir arbeiten für faire Arbeitsbedingungen auf allen Ebenen, aber leider ist die Fracht immer noch ein Bereich, der konventionell abgewickelt wird. Darum begeistert uns der Segel-Kaffee! So mussten wir nicht lange diskutieren, als dem Einkaufsteam auf der Messe diese Kaffee-Rarität vorgestellt wurde. Das gesamte Team war sofort überzeugt.

Wie alle Produkte, die es im Fairen Handel gibt, soll der gesegelte Kaffee als Leuchtturm-Projekt speziell aufmerksam machen auf die Themen Fracht und Handel, auf die Menschen, die hinter den Dingen stehen, die wir tagtäglich verbrauchen. Für den bewussten Genuss.