Presse & Berichte
Konfis auf den Spuren des Fairen Handels
Am 24.1. kehrten 13 Konfirmand*innen in den Weltladen ein: Für manche war es der erste Besuch, andere kannten Weltläden vielleicht bereits. Mit neugierigen Augen wanderten die Konfis durch den Laden, der doch die ein oder andere Frage aufwarf: Warum sind die Produkte teurer als im Supermarkt? Welche Geschichte steckt hinter den Produkten?
Eins fiel auf: Die Vielfalt. Besonders die Unikate im Kunsthandwerk blieben den Konfis dabei in Erinnerung. Nicht nur sahen die Stücke handgemacht und damit einzigartig aus, nein - sie versprechen auch eine besondere Geschichte.
Gemeinsam mit der Bildungskoordinatorin gingen sie dem Fairen Handel auf die Spur und erfuhren, was “fair gehandelt” wirklich bedeutet: Faire Arbeitsbedingungen und Faire Bezahlung für ein Leben in Würde. Besonders spannend wurde es für die Jugendlichen, als Ilse Staude, ehemalige Schulpfarrerin und Gründerin des Weltladens in Gießen, hautnah über die Anfänge des Fairen Handels und die Idee der Eröffnung des Weltladens in Gießen sprach. Dabei hob sie besonders die kirchlichen Ursprünge des Fairen Handels hervor: Denn wir sollen nicht nur unsere sichtbaren Nächsten, sondern auch unsere fernen Nächsten lieben. Nächstenliebe spielt daher im Fairen Handel eine wichtige Rolle: Auch Menschen, zu denen wir keine sicht- oder spürbare Verbindung haben oder aufbauen können, da wir über Kontinente getrennt sind, sind unsere Nächsten, die wir lieben und respektvoll behandeln sollen. Der Faire Handel greift diese Idee auf und demonstriert ein alternatives Handelssystem, bei dem die Menschen im Vordergrund stehen, nicht der Profit. Die Konfis stellten interessierte Fragen und durften natürlich den Fairen Handel in all seinen Sinnen erleben: Zum Probieren gab es getrocknete Mangos, Mangogummibärchen und Faire Schokolade. Danach wurde gemeinsam gerätselt, wie sich die Preisverteilung einer konventionellen und Fairen Tafel Schokolade unterscheiden. Dabei wurde deutlich: Im Fairen Handel bleibt deutlich mehr für die Produzent*innen übrig. Das ist gut, da die Familien im Globalen Süden ihre Familien ernähren können. Und nicht nur das: Ihre Kinder können zur Schule gehen und müssen nicht für den Lebensunterhalt der Familie arbeiten. Die meisten Familien können sogar sparen - und haben geregelte Arbeitszeiten, welche ihnen mehr Zeit mit der Familie bescheren.
Im Anschluss durften die Konfis eine Stadtrallye machen und sollten sich auf die Suche nach Fair gehandelten Produkten in anderen Geschäften machen. Nach einer aufregenden Suche versammelte sich die Gruppe zum letzten Mal im Weltladen und teilte ihre Erfahrungen und Ergebnisse. Als krönenden Abschluss durften sich die Konfis im Weltladen umsehen und ein kleines Andenken aussuchen.
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